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Start der neuen PPM-Saison

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Für die HC Imperials Berlin beginnt heute die neue Saison beim Powerplaymanager. Das gibt eine kurze Gelegenheit in die vergangene Saison zurück zu blicken und einen Ausblick in die neue zu wagen.

Nachdem der Eishockeyverband das Ligensystem neu ordnete, fanden sich die Imperials plötzlich eine Ligaklasse weiter oben wieder und sollten von nun an viertklassig spielen. Die Bandbreite der in Liga IV.33 antretenden Mannschaften war sehr groß und die Berliner befanden sich statistisch gesehen im Mittelfeld. Da war es auch nicht verwunderlich, dass die Parole zu Saisonbeginn war, eine Mittelfeld-Position in der Liga einzunehmen, hatte man die Mannschaft in der Saison zuvor doch gerade einmal übernommen und vor dem drohenden, völligen Abseits in der fünften Ligaklasse bewahren können. Doch die Saison 9 des Verbandes sollte für den Hockey Club deutlich überraschender verlaufen. So hatte man nach dem 15. Spieltag einen Vereinsrekord zu verbuchen, der wohl eine Weile ungeschlagen bleiben dürfte. Erst der spätere Meister war in der Lage, die Berliner am 16. Spieltag in ihre Schranken zu weisen und so können die Jungs stolz auf eine Siegesserie von 15 Spielen nacheinander sein. Auch der Rest der regulären Saison verlief weiter unter dem Motto „Alles oder nichts“ und am Ende fand man sich auf einem hervorragenden 2. Tabellenplatz wieder, eine Position, die man eigentlich für andere Titelaspiranten erwartet hatte. Am Ende hatte man neben dem Meister als einzige Mannschaft mehr als 100 Punkte auf dem Konto und eine Tordifferenz von +203. Gerechnet hatte in Berlin niemand damit.
In den darauf folgenden Playoffs musste man der Realität dann leider wieder in deren hässliche Fratze schauen. Schon in der ersten Runde verletzten sich sowohl Fábián Lisztes (FRA, Verteidiger und All-Star-Spieler der Saison) als auch Luke Hermesmeyer (DEU, Center) schwer und sollten für die restliche Saison nicht mehr spielbereit sein. Damit fehlte den vom Verletzungspech geplagten Berlinern zu diesem Zeitpunkt praktisch eine gesamte Reihe, noch dazu jetzt hochkarätig besetzt. Es kam, wie es kommen musste und man verlor sowohl gegen den späteren Vizemeister als auch im Spiel um Platz 3 und musste sich am Ende mit dem 4. Platz zufrieden geben. Das war insgesamt am Ende schon eine bittere Enttäuschung, insbesondere weil ohne die Verletzten möglicherweise mehr zu holen gewesen wäre. Schließlich erfreute man sich dann aber doch in Berlin an der erfolgreichsten Saison der Mannschaft überhaupt, vergaß die bitteren Niederlagen und feierte ausgelassen und nun mehr unter Freudentränen als wäre man selbst der Meister geworden. Der Dank geht an dieser Stelle an die Fans, die nicht nur bei Heimspielen für oftmals volles Haus gesorgt haben, sondern auch zahlreich zu Auswärtsspielen angereist sind. Die Team-Verantwortlichen, die mit dieser Entwicklung in logistischer Hinsicht teilweise überfordert wirkten, versprachen für die neue Saison Besserung und so werden inzwischen Mitreisegelegenheiten als auch Fanbusse vom Team organisiert. Das ist wohl das Mindeste, das die Mannschaft ihren großartigen Anhängern zurückgeben kann.

Die Bilanz der vergangenen Saison kann sich sehen lassen:

  • Tabellenplatz 2 in der regulären Saison
  • Platz 4 nach der gesamten Saison
  • 3 von 6 Spielern des Liga-Allstar-Teams kommen von den HC Imperials Berlin
  • Mit Svend Seyer (DNK, Flügelspieler) stellt man den Torschützenkönig der Liga (37 Tore).
  • Insgesamt 6 Spieler sind ausgezeichnet worden, zu den TOP 10 Spielern der Liga zu gehören, u.a. im Ranking „Bester Verteidiger“, „Bester Scorer“ oder auch „Bester Torhüter“.

Das Management der Berliner entschied zudem am Ende der Saison, dass die folgenden Spieler in die Hall-of-Fame des Vereins aufgenommen werden:

Diese überaus erfolgreiche Saison wirft natürlich ihren Schatten voraus auf die neue, heute beginnende Saison. Die Vereinsführung versucht sich darin, die Erwartungen zu bremsen. Manager David R. auf der Pressekonferenz: „Wir möchten uns nicht an zu hohen Erwartungen an uns selbst übernehmen und am Ende daran zerbrechen. Wir haben in der vergangenen Saison ohne Zweifel ein hervorragendes Ergebnis erzielt aber im Wesentlichen Konsolidierungs- und Entwicklungsmaßnahmen getroffen. Wir setzen intensiv auf Jugendarbeit und bauen unsere Bemühungen auch in der neuen Saison deutlich aus. Mit mehr als 20 Mio PPM$ sind unsere Jugendförderungseinrichtungen ausgebaut worden, das ist ganz klar Geld, das uns bspw. auf dem Transfermarkt fehlt, das müssen wir uns offen eingestehen. Zudem sind wir der festen Überzeugung, lokale Talente gehören gefördert und so verzichten wir seit geraumer Zeit in der Regel auf den Einkauf von ausländischen Starspielern und geben Heranwachsenden Talenten Gelegenheit sich bei uns zu beweisen. Die Konkurrenzfähigkeit wächst so jedoch – und das ist sicher den meisten Anwesenden klar – langsamer im Vergleich zu anderen Teams. Wir möchten diese Saison gern wieder um einen Playoff-Platz mitspielen und wenn es am Ende der Saison heißt, dass wir wieder 4. geworden sind, werden wir sehr glücklich damit sein. Das heißt aber nicht, dass ein 8. Platz uns sehr viel weniger Freude machen würde. Unser Anlauf ist einfach etwas länger, doch auch wir schaffen den Sprung.“

Zum Saisonauftakt begrüßt man in heimischer Kulisse direkt den Gegner aus der vergangenen Playoffrunde im Spiel um Platz 3, wo man zwei bittere Niederlagen einstecken musste. Zwar müssen die Imperials auch heute verletzungsbedingt auf ihren Kapitän verzichten, doch ist man guter Dinge, zumindest nicht wieder in einem Shutout untergeht. Ein Sieg gegen das Team „Frozen Crew“ aus Nordrhein-Westfalen wäre sicherlich sehr erfreulich, doch realistisch gesehen wird das nicht drin sein. In Berlin wird aber niemand von einem verpatzen Saisonstart sprechen, wenn man heute keine 3 Punkte mitnehmen kann. Kämpfen lautet die Parole und auf das Ergebnis darf man gespannt sein.

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Volle Fahrt voraus unter neuem Franchise

Seit einigen Tagen tritt das Berliner Eishockeyteam unter einem neuen Franchise auf. Aus dem Schatten des riesigen Bruders und fünffachen Deutschen Meisters getreten, präsentiert sich der Viertligist nun unter dem Namen „Hockey Club Imperials Berlin“. Ein neues Logo und auch Anpassungen am Stadion runden das neue Selbstbild des Teams ab.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Imperials die ersten beiden Liga-Heimspiele bereits für sich entscheiden konnten. An der Spitze der Liga hat sich damit nicht viel getan, nach wie vor führen die ungeschlagenen Pinguine die Tabelle an, dicht gefolgt von den Berlinern in neuem Gewand, die allerdings nun bereits sechs Punkte Vorsprung auf Rang 3 aufweisen können und sich so ein kleines Polster für die schwierigen Spiele zur Hälfte der Rückrunde schaffen konnten.

 

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