Autorarchive: tmkilla

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Inkasso Wars – Tele Columbus und ihre Handlanger

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Seit inzwischen mehr als einem Jahr plage ich mich nun mit einem Kabelnetzbetreiber und seinen Inkassohandlangern herum. Nach den Vorfällen und Schreiben in den vergangenen Monaten möchte ich es mir nun nicht mehr nehmen lassen, hierüber auch öffentlich zu berichten. Anlass dieses Posts ist im Wesentlichen aber ein Schreiben, das ich dem Inkassounternehmen KOHL GmbH & Co. KG vor zwei Tagen per Fax habe zukommen lassen – denn mir reicht’s!

Wenn man als Außenstehender erst mal so von “Inkasso” hört, schluckt man gerne mal. Positive Emotionen mit Inkassounternehmen verbinden wohl die wenigsten, selbst dann, wenn man noch nicht einmal direkt betroffen war. Seit nunmehr einem Jahr (und an sich schon darüber hinaus) sehe ich mich einer Forderung seitens Tele Columbus, einem vor allem in den neuen Bundesländern aktiver Kabelnetzbetreiber, konfrontiert, die ich weder nachvollziehen kann noch für rechtmäßig erachte. Die Konsequenz daraus ist selbstverständlich das Bestreiten der Forderung, bezahlen werde ich sie freiwillig jedenfalls nicht. Doch worum geht es eigentlich?

Bis zum Sommer 2011 wurde ich zu Hause von Tele Columbus mit einem Kabelvertrag, den ich von meiner Schwester (die vorher in der Wohnung lebte) übernommen hatte, grundversorgt. Internet und Telefonie stellte mir Kabel Deutschland zur Verfügung, da Tele Columbus zu diesem Zeitpunkt wohl nicht in der Lage war, eigenständige Produkte anzubieten, obwohl der Netzzugang ihnen gehört. Doch das änderte sich und in einer – wie ich finde – absolut dreisten und vorschnellen Aktion schmiss Tele Columbus den nun ehemaligen Partner aus dem Netz und zwang die bisherigen Kunden, sich nach Alternativen bei Telefonie- und Internetdiensten umzuschauen. Monate später erhielt ich plötzlich von Tele Columbus eine Schadensersatzforderung über ca. 125 EUR. Sie machten geltend, dass ich Hardware nicht zurück gesandt hätte. Moment mal … welche Hardware? Zu diesem Zeitpunkt war mir kein Gerät oder eine SmartCard bekannt, die Eigentum der Tele Columbus sein sollte und eine Aufforderung diese zurückzuschicken lag mir auch nicht vor. In mehreren Schriftwechseln wurde der Netzbetreiber nun aufgefordert, mir mitzuteilen, um was für Hardware es sich denn handeln solle und dass dieser den Eigentumsnachweis erbringen solle bspw. durch Nennung von Geräte- und Kartenseriennummern. Es vergingen einige Schreiben, bis der Netzbetreiber diese Daten schließlich heraus rückte. In der Zwischenzeit fanden sich im Keller meiner Schwester in der Tat alte Geräte an – eindeutig gekennzeichnet als Kabel Deutschland Produkte, keine Spur von Tele Columbus. Interessanterweise stimmten dann aber die Seriennummern überein und Tele Columbus erhielt ihr vermeintliches Eigentum zurück. Ich muss hier wirklich noch einmal darauf hinweisen, dass weder für Laien noch für Menschen mit halbwegs vorhandenem technischem Sachverstand erkennbar war, dass diese Geräte / SmartCard der Tele Columbus gehören sollten. Abgesehen davon, dass der Netzbetreiber mehrere Wochen brauchte, um im eigenen System zu vermerken, dass beides zurück gesandt wurde, landete die Schadensersatzforderung schon beim Inkasso. Damit ist das Unternehmen an sich fein raus. Das Geld (zumindest einen Teil davon) hat es vom Inkassounternehmen bekommen und muss sich so um die Forderung nicht mehr kümmern. Dafür hat man ja jetzt einen Blutsauger am Hals. Spannenderweise konnte mit einem Mitarbeiter der Tele Columbus sogar eine Einigung erzielt werden, dass die Forderung zurück genommen werde – die Geräte waren schließlich wieder zurück. Das Unternehmen widersprach dieser Einigung jedoch nur einen Tag später wieder und drohte dem entsprechenden Mitarbeiter mir gegenüber sogar unverhohlen mit Konsequenzen.

Die Monate vergingen mit ungezählten Mahnschreiben des Inkassounternehmens. Ich schaltete einen Anwalt ein, der dem Anspruch anwaltlich widersprochen hat und das Inkassounternehmen dazu aufgefordert hat, die Forderung gerichtlich einzufordern, falls sie der Begründung nicht zustimmen sollten. Das hinderte das Inkassounternehmen KOHL GmbH & Co. KG nicht daran, weiter zu versuchen mit diversen Schreiben – vermutlich emotionalen Druck auszuüben und – sogar beleidigende und verleumdende Dinge von sich zu geben. Nachdem ich nun auch einem gerichtlichen Mahnbescheid (das Inkassounternehmen muss für einen solchen Bescheid noch nicht nachweisen, dass die Forderung berechtigt ist) vollständig widersprochen habe, hat KOHL nun versucht mich dazu zu veranlassen, meinen Widerspruch gegen den gerichtlichen Mahnbescheid zurückzuziehen, netterweise war der entsprechende Text an das Amtsgericht schon beigefügt.

Mir platzt nun der Kragen. Abgesehen davon, dass ich nach wie vor die Forderung nicht für berechtigt halte, sind die Methoden des Inkassounternehmens alles andere als rechtlich sauber. Eingriffe in meine Persönlichkeitsrechte und Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz haben mich nun dazu bewegt, doch noch einmal auf die Schreiben des Inkassounternehmens außerhalb einer gerichtlichen Einigung zu reagieren. Mein Schreiben an das Inkassounternehmen füge ich an diesen Beitrag. Über den weiteren Verlauf werde ich euch auf dem Laufenden halten. Ich werde diesen Blogeintrag zudem dazu nutzen, die Presse auf das Vorgehen von Tele Columbus und ihren Inkassohandlangern aufmerksam zu machen. Vielen Dank geht da insbesondere an einen Twitterer, der beim Axel Springer Verlag tätig ist und mir eine mögliche Anlaufstelle genannt hat. Die Firma KOHL werde ich zudem bei ihrer zuständigen Aufsichtsbehörde melden. Genug auf der Nase herumgetanzt, meine Herren!

Warum ist die Forderung eigentlich unberechtigt, warum bezahle ich nicht? Tele Columbus macht eine Schadensersatzforderung geltend, das heißt im Falle einer Zahlungsklage gegen mich wäre die Klägerseite verpflichtet nachzuweisen, dass ein Schaden entstanden ist. Das ist aber aus mehreren Gründen nicht geschehen. Zunächst einmal hat der Kabelnetzbetreiber Gerät und SmartCard zurück. Des Weiteren sind beide technisch derart veraltet, dass sie bspw. die neuen Verschlüsselungsverfahren im Netz überhaupt nicht unterstützen, sie sind technisch also auch noch vollkommen wertlos. Mir ist daher nicht klar, welchen Schaden die Tele Columbus hier also überhaupt erlitten haben soll, den ich nun ersetzen möge. Inzwischen betrachten wir das ganze zumindest als versuchten Betrug. Diese Position werde ich bis zum Ende verteidigen. Man könnte jetzt meinen, es wären ja “nur” 125 EUR (die Kosten des ganzen Verfahrens liegen inzwischen aber bei bald 300 EUR), aber hier geht es ums Prinzip. Auch Inkassounternehmen haben ihre Forderungen rechtlich sauber zu begründen, nur weil sie in der Gesellschaft Angst und Schrecken verbreiten, haben sie nicht automatisch Recht. Auch wenn das nun als Kampf David (haha) gegen Goliath anmuten sollte, er wird ausgefochten.

Hier mein aktuelles Schreiben an das Inkassounternehmen, es lohnt sich wirklich mal rein zu lesen …

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Windows Server 2008 R2 RDP Connection Error (SP1, KB2667402)

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Hi all,

last night I ran into a very strange issue with connecting to a Windows Server 2008 R2 system using RDP. When opening the connection to the host, the remote display opened, showed, that the user is going to be logged in and straight afterwards the connection crashed and RDC client stated, that the connection has been terminated. No error detail, just an error window like when the server isn’t reachable at all.

What did I do?
Just before having issues with RDP connection (by the way: all other services ran fine on the machine, especially web and database services) I installed Service Pack 1 for Windows Server 2008. And that was my fault!

What happend?
Microsoft has released a security fix on 2012-03-12 with the ID KB2667402 which is fixing a critical issue with remote desktop connection service. This update needs to be applied as soon as possible, because it enabled attackers to take control of your server using manipulated RDP packets. So installing the update is a MUST-DO of course. But when installing the optional update “Service Pack 1″ afterwards, your RDP connection will go lost. That’s a very nice feature, Microsoft built in its update routine, because everybody who is using hosting provides without direct access to the machines will run into a major problem: You cannot reach your server for remote administration anymore.

What to do about that?
First of all, be sure to install Service Pack 1 before installing hotfix KB2667402! If you do that, you will not encounter any problems with RDP. If you fall into the same trap like I did (installing SP1 afterwards), you need to get direct access to your machine (e.g. ask your provider for KVM access like LARA). Uninstalling the update KB2667402 and installing it afterwards will make your server be reachable by RDP again and having closed the security issue by the hotfix.

The problem is encountered by the file rdpcorekmts.dll in Windows’ system32 folder. Having installed KB2667402 before SP1 means, SP1 will replace the fixed file with an older version which is causing problems with error messages like svchost.exe_TermService crashed (you may notice them in the event log). Reinstallation of hotfix KB2667402 is updating that file again to the newest version, so RDP will go live.
Your current file version for rdpcorekmts.dll should be 6.1.7601.17767, then you are fine.

I have to thank several pages and dicussion threads for providing the correct solution after all:
http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/winservergen/thread/f5855b60-f29c-4c90-b364-e364589e5267
http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/winserverNIS/thread/f5df40ed-b1df-48ca-8a78-2de1c4373b28
http://www.microsoft.com/downloads/de-de/details.aspx?FamilyID=1bbe7cda-4bee-4d65-8127-3c13624a1168

Good luck with your server.

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Start der neuen PPM-Saison

HC Imperials Berlin Logo

Für die HC Imperials Berlin beginnt heute die neue Saison beim Powerplaymanager. Das gibt eine kurze Gelegenheit in die vergangene Saison zurück zu blicken und einen Ausblick in die neue zu wagen.

Nachdem der Eishockeyverband das Ligensystem neu ordnete, fanden sich die Imperials plötzlich eine Ligaklasse weiter oben wieder und sollten von nun an viertklassig spielen. Die Bandbreite der in Liga IV.33 antretenden Mannschaften war sehr groß und die Berliner befanden sich statistisch gesehen im Mittelfeld. Da war es auch nicht verwunderlich, dass die Parole zu Saisonbeginn war, eine Mittelfeld-Position in der Liga einzunehmen, hatte man die Mannschaft in der Saison zuvor doch gerade einmal übernommen und vor dem drohenden, völligen Abseits in der fünften Ligaklasse bewahren können. Doch die Saison 9 des Verbandes sollte für den Hockey Club deutlich überraschender verlaufen. So hatte man nach dem 15. Spieltag einen Vereinsrekord zu verbuchen, der wohl eine Weile ungeschlagen bleiben dürfte. Erst der spätere Meister war in der Lage, die Berliner am 16. Spieltag in ihre Schranken zu weisen und so können die Jungs stolz auf eine Siegesserie von 15 Spielen nacheinander sein. Auch der Rest der regulären Saison verlief weiter unter dem Motto “Alles oder nichts” und am Ende fand man sich auf einem hervorragenden 2. Tabellenplatz wieder, eine Position, die man eigentlich für andere Titelaspiranten erwartet hatte. Am Ende hatte man neben dem Meister als einzige Mannschaft mehr als 100 Punkte auf dem Konto und eine Tordifferenz von +203. Gerechnet hatte in Berlin niemand damit.
In den darauf folgenden Playoffs musste man der Realität dann leider wieder in deren hässliche Fratze schauen. Schon in der ersten Runde verletzten sich sowohl Fábián Lisztes (FRA, Verteidiger und All-Star-Spieler der Saison) als auch Luke Hermesmeyer (DEU, Center) schwer und sollten für die restliche Saison nicht mehr spielbereit sein. Damit fehlte den vom Verletzungspech geplagten Berlinern zu diesem Zeitpunkt praktisch eine gesamte Reihe, noch dazu jetzt hochkarätig besetzt. Es kam, wie es kommen musste und man verlor sowohl gegen den späteren Vizemeister als auch im Spiel um Platz 3 und musste sich am Ende mit dem 4. Platz zufrieden geben. Das war insgesamt am Ende schon eine bittere Enttäuschung, insbesondere weil ohne die Verletzten möglicherweise mehr zu holen gewesen wäre. Schließlich erfreute man sich dann aber doch in Berlin an der erfolgreichsten Saison der Mannschaft überhaupt, vergaß die bitteren Niederlagen und feierte ausgelassen und nun mehr unter Freudentränen als wäre man selbst der Meister geworden. Der Dank geht an dieser Stelle an die Fans, die nicht nur bei Heimspielen für oftmals volles Haus gesorgt haben, sondern auch zahlreich zu Auswärtsspielen angereist sind. Die Team-Verantwortlichen, die mit dieser Entwicklung in logistischer Hinsicht teilweise überfordert wirkten, versprachen für die neue Saison Besserung und so werden inzwischen Mitreisegelegenheiten als auch Fanbusse vom Team organisiert. Das ist wohl das Mindeste, das die Mannschaft ihren großartigen Anhängern zurückgeben kann.

Die Bilanz der vergangenen Saison kann sich sehen lassen:

  • Tabellenplatz 2 in der regulären Saison
  • Platz 4 nach der gesamten Saison
  • 3 von 6 Spielern des Liga-Allstar-Teams kommen von den HC Imperials Berlin
  • Mit Svend Seyer (DNK, Flügelspieler) stellt man den Torschützenkönig der Liga (37 Tore).
  • Insgesamt 6 Spieler sind ausgezeichnet worden, zu den TOP 10 Spielern der Liga zu gehören, u.a. im Ranking “Bester Verteidiger”, “Bester Scorer” oder auch “Bester Torhüter”.

Das Management der Berliner entschied zudem am Ende der Saison, dass die folgenden Spieler in die Hall-of-Fame des Vereins aufgenommen werden:

Diese überaus erfolgreiche Saison wirft natürlich ihren Schatten voraus auf die neue, heute beginnende Saison. Die Vereinsführung versucht sich darin, die Erwartungen zu bremsen. Manager David R. auf der Pressekonferenz: “Wir möchten uns nicht an zu hohen Erwartungen an uns selbst übernehmen und am Ende daran zerbrechen. Wir haben in der vergangenen Saison ohne Zweifel ein hervorragendes Ergebnis erzielt aber im Wesentlichen Konsolidierungs- und Entwicklungsmaßnahmen getroffen. Wir setzen intensiv auf Jugendarbeit und bauen unsere Bemühungen auch in der neuen Saison deutlich aus. Mit mehr als 20 Mio PPM$ sind unsere Jugendförderungseinrichtungen ausgebaut worden, das ist ganz klar Geld, das uns bspw. auf dem Transfermarkt fehlt, das müssen wir uns offen eingestehen. Zudem sind wir der festen Überzeugung, lokale Talente gehören gefördert und so verzichten wir seit geraumer Zeit in der Regel auf den Einkauf von ausländischen Starspielern und geben Heranwachsenden Talenten Gelegenheit sich bei uns zu beweisen. Die Konkurrenzfähigkeit wächst so jedoch – und das ist sicher den meisten Anwesenden klar – langsamer im Vergleich zu anderen Teams. Wir möchten diese Saison gern wieder um einen Playoff-Platz mitspielen und wenn es am Ende der Saison heißt, dass wir wieder 4. geworden sind, werden wir sehr glücklich damit sein. Das heißt aber nicht, dass ein 8. Platz uns sehr viel weniger Freude machen würde. Unser Anlauf ist einfach etwas länger, doch auch wir schaffen den Sprung.”

Zum Saisonauftakt begrüßt man in heimischer Kulisse direkt den Gegner aus der vergangenen Playoffrunde im Spiel um Platz 3, wo man zwei bittere Niederlagen einstecken musste. Zwar müssen die Imperials auch heute verletzungsbedingt auf ihren Kapitän verzichten, doch ist man guter Dinge, zumindest nicht wieder in einem Shutout untergeht. Ein Sieg gegen das Team “Frozen Crew” aus Nordrhein-Westfalen wäre sicherlich sehr erfreulich, doch realistisch gesehen wird das nicht drin sein. In Berlin wird aber niemand von einem verpatzen Saisonstart sprechen, wenn man heute keine 3 Punkte mitnehmen kann. Kämpfen lautet die Parole und auf das Ergebnis darf man gespannt sein.

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Backupautomatisierung auf Windows Servern – MS SQL Server Sicherung

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Dieser Artikel ist Teil einer Serie:

  1. Einleitung
  2. Dateisicherung
  3. MS SQL Server Sicherung
  4. MySQL Sicherung
  5. Backup Komprimierung
  6. Backup-Transfer
  7. Zeitsteuerung

Nachdem wir es nun geschafft haben, zu sichernde Dateien an einem Ort abzulegen, in dem sie nicht in Verwendung sind (und wir damit weitere Schritte unternehmen können), wird es Zeit, die Sicherung um Datenbanken zu ergänzen, die sich häufig auf Serversystemen finden. Es gibt verschiedenste Datenbanksysteme, die alle ihre eigenen Sicherungsoptionen bieten (jedenfalls im Normalfall). Diese Artikelserie geht auf zwei solcher Systeme ein, die sich wohl am Häufigsten auf Serversystem wiederfinden werden: Microsofts SQL Server sowie das Open-Source-System MySQL. Die Vorgehensweise für andere Datenbanksysteme dürfte ziemlich analog dazu verlaufen, die speziellen Scripte wird man an die Möglichkeiten des jeweiligen Datenbanksystems anpassen müssen.

Um den Prozess der Sicherung einer oder mehrere MS SQL Server Datenbanken zu vereinfachen, ist es hilfreich, den ausführenden Backup-Benutzer in einer Gruppe zu haben, die auf die zu sichernden Datenbanken Backup-Rechte besitzt. Das macht die Scripte im Endeffekt kürzer, es ginge aber auch anders bspw. mit einem speziellen SQL Server Nutzer und dem Datenbankserver im “Gemischten Authentifizierungsmodus”. Das gescriptete Backup wird im Wesentlichen aus zwei Dateien bestehen: Einem SQL Script, das die notwendigen Kommandos auf Datenbankserverseite enthält sowie einem Batch-Script, dass die Ausführung des SQL Scripts am Datenbankserver reguliert.

Die Sicherung einer Datenbank per SQL Kommando ist kurz und bündig notiert. Dabei muss im Endeffekt nur ein Dateiname vorgesehen sein sowie der Name der zu sichernden Datenbank. Das folgende Script deklariert zunächst eine String-Variable, in der später der Dateiname stehen wird. Das ist hilfreich, wenn man mit dem zu schreibenden SQL Script mehr als eine Datenbank sichern will.

declare @file nvarchar(255)

SELECT @file = N'{TARGETPATH}' + REPLACE(convert(varchar,GEtDate(),102),'.','_') +  N'_{FILENAME}.bak'
BACKUP DATABASE [{DATABASENAME}] TO DISK = @file WITH INIT

In dem Script befinden sich ein paar Platzhalter, die ich in geschweifte Klammern gesetzt habe, diese müsstet ihr durch eure eigenen speziellen Werte ersetzen:

  • {TARGETPATH} – der Pfad wohin die Sicherung erfolgen soll
  • {FILENAME} – Dateiname der Sicherungdatei
  • {DATABASENAME} – der Name der zu sichernden Datenbank

Will man nun mehrere Datenbanken des gleichen Servers bzw. der gleichen Instanz sichern, muss man lediglich die Zeilen 3+4 des Scripts duplizieren und die Platzhalter entsprechend ersetzen. Eine kleine Anmerkung für die schnell drüberlesenden: Der endgültige Dateiname der Sicherung wird das Datum der Sicherung im Format JJJJ_MM_TT vor dem gewählten Dateinamen enthalten. So können mit Hilfe des Scripts mehrere Sicherungen für verschiedene Tage erzeugt werden, ohne dass diese überschrieben werden.

Nun fehlt nur noch das Batch-Script, welches die Ausführung der eben gescripteten SQL Kommandos übernimmt.

sqlcmd.exe -S {SERVER/INSTANCE} -E -b -i {BACKUPSCRIPT}.sql -o {LOGFILENAME}.log

forfiles /p "{TARGETPATH}" /m *.bak /c "cmd /c if @isdir==FALSE echo del @file & del @file" /d -8

Auch hier gibt es wieder den einen oder anderen Platzhalter im Script, die an eure Maschine angepasst werden müssten:

  •  {TARGETPATH} – der Pfad wohin die Sicherung erfolgen soll (siehe oben)
  • {SERVER/INSTANCE} – der Server und seine Adressierung bspw. 127.0.0.1\SQLEXPRESS
  • {BACKUPSCRIPT} – der Dateiname des SQL Scripts von oben
  • {LOGFILENAME} – Dateiname der zu schreibenden Logdatei

Während das erste Kommando des Batch-Scripts noch einleuchtend erscheinen dürfte, ist die nachfolgende Zeile nicht unbedingt bekannt. Diese Zeile sorgt im Endeffekt dafür, dass nur Sicherungsdateien unserer MS SQL Datenbanksicherung behalten werden, die nicht älter als 7 Tage sind. Sehr hilfreich, um im Backupverzeichnis keinen Wildwuchs zu produzieren.

Damit ist die Sicherung von Microsoft SQL Server Datenbanken gescriptet. Der nächste Teil wird sich mit der Sicherung von MySQL Datenbanken beschäftigen.

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Backupautomatisierung auf Windows Servern – Dateisicherung

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Dieser Artikel ist Teil einer Serie:

  1. Einleitung
  2. Dateisicherung
  3. MS SQL Server Sicherung
  4. MySQL Sicherung
  5. Backup Komprimierung
  6. Backup-Transfer
  7. Zeitsteuerung

Wenn man über Sicherungen nachdenkt, kommt einem als erstes vermutlich der Haufen an Dateien in den Sinn, die auf einer Maschine herumliegen und die unterschiedlichsten Aufgaben ausführen. Ob es sich um bspw. WordPress-Installationen handelt mit vielen hochgeladenen Dateien durch Redakteure oder Dienstprogramme, die Logdateien schreiben, wie sie gerade lustig sind, all das möchte gern gesichert werden.

Für die Sicherung von Dateien zunächst einmal auf dem Server selbst verwende ich ein Werkzeug namens SyncToy. Dieses Tool ist von Microsoft selbst entwickelt und steht unter der URL http://www.microsoft.com/download/en/details.aspx?id=15155 als kostenloser Download in den Varianten für 32bit und 64bit Systeme zur Verfügung. Aufgabe dieses kleinen Helferleins ist es nachher Ordnerpaare zu synchronisieren, wobei wir bei der Backupkonfiguration keine echte Synchronisation sondern ein (so heißt es im SyncToy) “Echo” brauchen. Doch wie funktioniert dieses kleine Ding?

Wenn man SyncToy startet, erhält man eine recht schlichte Programmoberfläche. Die wichtigsten Funktionen sind darauf wiederzufinden, nämlich die Verwaltung von Ordnerpaaren, von denen es praktisch beliebig viele geben kann sowie die Möglichkeit, Synchronisationsvorgänge als Vorschau auszuführen oder gleich richtig zu starten.

Von hier aus lassen sich nun zunächst Ordnerpaare anlegen. Zu empfehlen ist hier immer auf der linken Seite immer den Originalordner zu selektieren und für die rechte Seite das Zielverzeichnis, das im Endeffekt das Backup darstellt. Im zweiten Schritt wird die Art der Synchronisation festgelegt. Wie erwähnt, wäre die optimale Auswahl hierfür “Echo”. In diesem Szenario wird im Prinzip eine Spiegelung des linken Ordners in den rechten Ordner erzeugt. Das bedeutet, dass auf der rechten Seite Dateien gelöscht werden, die sich links nicht befinden. Das ist für eine aktuelle Sicherung auch in Ordnung und so gewollt. Wenn Dateien verloren gehen und fehlen, müssen diese eben aus älteren Backups wiederhergestellt werden. Das sollte aber auch frühzeitig bemerkt werden. Der letzte Schritt ist die Vergabe eines Namens für die Paarung.

    

Die Konfiguration wird benutzerspezifisch gespeichert. Sprich, man sollte diese Konfiguration unter dem Windows-Account machen, der später auch die Backupausführung erledigen wird (das passiert dann zwar automatisch, aber ein verantwortlicher User wird trotzdem hinterlegt). Wenn man will, kann man die Ausführung der Synchronisation durch Klick auf den “Run”-Button ausprobieren. Der Witz an dem Tool ist, dass es die Spiegelung nicht jedes Mal neu erstellt, sondern nach einer erstmaligen Vollausführung nur noch Dateien spiegelt, die sich auch tatsächlich verändert haben oder die in unserer Konfiguration gelöscht wurden.

Der letzte Schritt ist schließlich die Automatisierung dieses Vorgangs. Dies kann durch eine Batch-Datei erreicht werden, die später automatisch aufgerufen wird. Hier müssen wir nur noch das SyncToy aufrufen und ihm mitteilen, dass es bitte die Synchronisation vornehmen soll. Je nach Installationspfad des Tools ergibt sich dafür folgendes Kommando:

"C:\Program Files\SyncToy 2.1\SyncToyCmd.exe" -R

Im nächsten Teil dieser Reihe werde ich mich mit der Sicherung von Microsoft SQL Server Datenbanken befassen.

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Backupautomatisierung auf Windows Servern

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Dieser Artikel ist Teil einer Serie:

  1. Einleitung
  2. Dateisicherung
  3. MS SQL Server Sicherung
  4. MySQL Sicherung
  5. Backup Komprimierung
  6. Backup-Transfer
  7. Zeitsteuerung

Das vermutlich leidigste Problem beim Hosten von Servern und Diensten darauf ist das Erstellen eines funktionierenden Backup Verfahrens. Auch ich schlage mich damit seit einer halben Ewigkeit herum, habe jedoch nun eine für mich hervorragend funktionierende Variante ausgearbeitet und möchte andere Interessierte daran teilhaben lassen. Alle Leser, die selbst auf Linux-Maschinen hosten und gerade die Hände über den Kopf zusammen schlagen: Ja, es gibt auch Windows Server da draußen und die möchten auch gesichert werden. Guckt nicht so komisch! :-P

Wie dem Titel zu entnehmen ist, geht es in diesem Artikel um die Sicherung von Windows Servern. Ich gehe hier einfach mal davon aus, dass ihr nicht mehr mit Windows NT oder Windows 2000 herum lauft, sondern wenigstens Windows Server 2003 oder Windows Server 2008 am Start habt. Das vorliegende “Tutorial” läuft übrigens auf Windows Server 2008, sollte aber problemlos auf die 2003er Version angewendet werden können. Welche Edition ihr im Einsatz habt, spielt dabei keine Rolle, der kleine Web Server ist voll qualifiziert.

Bevor jetzt wieder der große Aufschrei kommt und die Anti-Windows-Fraktion in großes Gelächter ausbricht, weil sie der Meinung ist, Windows hätte nicht mal ein vernünftiges Sicherungsprogramm: Ihr irrt gewaltig. Tatsächlich bringt der Windows Server ein eigenes Sicherungstool mit, welches sich “Windows Server-Sicherung” nennt und in der Systemsteuerung unter den Verwaltungswerkzeugen zu finden ist.

Für die ganz schnellen unter euch ist dieses Werkzeug durchaus ans Herz zu legen, vorausgesetzt, ihr verfügt entweder über eine ausreichend dimensionierte zusätzliche Festplatte im zu sichernden Serversystem selbst oder eine Netzwerkfreigabe, die ihr als Backup-Speicherplatz benutzen könnt. Dann ist die Windows Server-Sicherung ein tolles Werkzeug für euch. Die Sicherung kann über den GUI Assistenten konfiguriert werden, umfangreiche Zeitplanoptionen und die Auwahlmöglichkeit zwischen einer vollständigen Systemsicherung oder nur einzelner Verzeichnisse bspw. ist möglich. Das Werkzeug versteht selbstverständlich auch den Unterschied zwischen Vollsicherungen und inkrementellen Backups. Mir ist der Luxus einer extra Festplatte auf einem betroffenen Server leider nicht gegeben und so ist die Windows Server-Sicherung für mich leider keine Option. Zudem ist es ratsam, ein Backup auch örtlich getrennt vorzuhalten, das heißt, möglichst nicht auf der gleichen Maschine. Und da fangen dann die “Probleme” an.

In den folgenden Teilen der Artikelreihe werde ich verschiedene Aspekte beleuchten, die zum Teil meiner Backupstrategie gehören. Dazu zählen die Dateisicherung, Datenbankserver-Sicherung, die Komprimierung der Backups und der Transfer auf externe Speicherplätze. Selbstverständlich darf auch die Zeitsteuerung nicht fehlen.

 

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Csillian Brotherhood Kommuniqué #ICO-ATHISS-NVC0-1

Initialisierung Kommunikationssystem …
Initialisiere Verschlüsselungssystem …
Öffne Kanal zu Csillian Brotherhood Kommunikationszentrale …
Beginn der Übertragung …

Betreff: Kommuniqué #ICO-ATHISS-NVC0-1 

Meine Brüder und Schwestern,

die Durchdringung der Basis des Imperiums durch unsere Bruderschaft scheint zu gelingen. Wir haben an wesentlichen Schlüsselpositionen Stellung bezogen und konnten Vorgesetzten Loyalität vorspielen. Das geht soweit, dass selbst Darth Malgus auf uns aufmerksam geworden ist und uns mit wichtigen Aufgaben betraut. Für diejenigen unter euch, die mit diesem Namen nichts anfangen können: Darth Malgus ist einer der Sithlords, der den Angriff auf Coruscant anführte. Er war es, der den Tempel der Jedi direkt angegriffen und mit einem Dutzend Sith-Kriegern in Schutt und Asche legte. Das Ergebnis kennen wir alle: Der Vertrag von Coruscant und damit der bis heute so zerbrechliche “Frieden” zwischen der Republik und dem Imperium.

Lord Malgus hatte uns nun dazu aufgefordert, uns nach Athiss zu begeben. Eigentlich ist das Sperrgebiet, nachdem der Imperator dort einen Sithlord in dessen Grabkammern einsperren ließ. Offensichtlich hat ein republikanischer Ausgrabungstrupp nicht ganz verstanden, was es heißt, wenn der Kaiser einen derart dunkeln Planet zum Sperrgebiet erklärt. Malgus befürchtet nun, dass unkontrollierbare Kräfte entfesselt werden könnten, an denen dort experimentiert wurde. Vier mutige Schergen der Bruderschaft inklusive meiner selbst haben sich in das Abenteuer gewagt. Zusammn mit Leta’yas’uweba, Xorron und Lucios ging es mit einer imperialen Fähre nach Athiss.

Die Geheimdienstberichte waren korrekt. In der Tat fanden wir einige republikanische Elemente vor, die jedoch bereits unter dem Einfluss fremder Mächte standen. Die Bedrohung hier war eindeutig nicht das korrupte Gesindel, das der Senat aus Coruscant hierher entsandt hat, sondern die einheimischen Wesen, die ebenfalls von der dunklen Seite der Macht beeinflusst sind sowie die Sith-Jünger, die sich dem vom Imperator verbannten Lord andienen und ihn verehren. Es war ein hartes Stück Arbeit sich durch die verbliebenen Wälder und Ruinen hindurch bis zu den Hauptgrabkammern zu schlagen. Der Sithlord, auf den wir trafen, war ein wahrer Meister der Machtbeherrschung. Doch wir waren ein eingespieltes Team. Mit vereinten Kräften und nicht ohne heftiges Blutvergießen konnten wir sowohl die Republik daran hindern, einen Nutzen aus der Ausgrabungsmission zu ziehen, als auch den Sithlord an der Wiedererstarkung hindern. Das wäre ein wirklich unangenehmer Gegner geworden, wenn man ihm erlaubt hätte, sich weiter zu entwickeln.

Die Abschlussbesprechung mit Lord Malgus war kurz und bestimmt. Ich denke, wir haben dem Sith gezeigt, dass wir zwar Aufträge seiner Lordschaft annehmen und auszuführen wissen, uns jedoch nicht von ihm wie Sklaven behandeln lassen. Ob das in der frühen Phase ein guter Schachzug war, wird sich zeigen, doch die Überheblichkeit, mit der die Sithlords die Bewohner des Imperiums behandeln, muss eingedämmt werden. Nicht mit uns, Brüder und Schwestern.

Wir sind der Kontrast!

Anlagen-Übertragung beginnt …

 

Anlagen-Übertragung beendet.

Ende der Übertragung.

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Carpark North – Just Human

Klarer Fall von “Leck mich am Arsch, GEMA.” Das Video zu “Human”, der älteren Version zu diesem Song ist nicht mehr aufzufinden. Das neue Video ist nicht mehr ganz so cool, hat aber immer noch tolle Tricktechnik. Ich mag das Video. Und den Song natürlich auch.

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