Überraschender Heimspielerfolg gegen München

Zwei Tage nach dem Saisonauftakt gaben die Berliner nun ihr Heimspieldebut in der neuen Saison. Obwohl Ligaexperten und Wettbüros die Gäste aus München als klaren Favoriten sahen, konnten die Eisbaeren in einem regelrechten Eishockeykrimi ein schon verloren geglaubtes Spiel drehen und sicherten sich in der Verlängerung den überraschenden Sieg in einem fast ausverkauftem Stadion.

Die Situation vor dem Spiel

Es gibt ein paar organisatorische Neuigkeiten aus Berlin zu vermelden. Zum einen verstärkt Vincent Ulbricht als neuer Sportlicher Direktor die Funktionärsriege des EHC zum anderen geben die Eisbaeren bekannt, weitere 2 Mio € in die Jugendarbeit durch den Ausbau der eigenen Sportschule zu investieren. Für die Berliner ist klar: Wir wollen keine komplette Legionärsmannschaft werden sondern aktiv auf Nachwuchsförderung setzen.

In der Liga stehen sich mit dem zweiten Spieltag zwei mehr oder weniger ungleiche Konkurrenten gegenüber. Die Gastgeber aus Berlin, im letzten Jahr mitten im Abstiegskampf sehen sich in dieser Saison im Mittelfeld der Liga spielen. Die heutigen Gäste zum ersten Heimspiel der Saison aus München dagegen sind klarer Titelanwärter und bestätigten diese Erwartungen auch mit ihrem beachtlichen 13:1 Erfolg im ersten Saisonspiel, setzten sich damit auch direkt an die Tabellenspitze. Doch wie schon nach dem ersten Spiel gegen Potsdam klar gemacht wurde: Die Chancen der Eisbaeren, die kommenden Spiele für sich zu entscheiden, sind eher gering.

Das Spiel: EHC Eisbaeren Berlin – Munich-Hooligans

Das Spiel begann von anfang an aufregend und hatte das Potenzial für die Fans der Gastgeber das Herzinfarktrisiko drastisch zu erhöhen. Die Münchner ließen von Beginn an keinen Zweifel an ihrer überlegenen Spielweise und drückten die heute auf Konter eingespielten Berliner ins eigene Drittel. Die ersten – überhaupt nicht zaghaften – Schüsse auf das Tor von Kenneth Raben konnten jedoch noch erfolgreich abgewehrt werden. Eine Kontersituation in der 8. Minute initiiert von Marc Klinger überraschte dann sowohl Heim- als auch Gästefans, als Mirko Metz den Puck mit einem sauberen Handgelenkschuss hinter die Torlinie bringt – der Führungstreffer für den EHC. Es folgt ein Schlagabtausch beider Mannschaften, der jedoch lange Zeit nicht von einem Torerfolg gekrönt wird. Erst in der 19. Minute gelingt Konstantin Bulychev von den Munich-Hooligans der Ausgleichstreffer, den die Gäste wohl schon lange erwartet hatten.

Das zweite Drittel des Spiels wurde zum regelrechten Albtraum für die Berliner.  Allerdings auch nicht unerwartet gelang es den Münchern ihr Spiel wie gewohnt sicher auszuziehen und hatten nun einen unglaublichen Zug auf das Tor der Gastgeber. Der Bann brach dann schließlich in der 28. Minute und nur weitere 3 Minuten später führten die Gäste das Spiel durchaus verdient mit 1:3 aus Sicht der Berliner. Besondere Aufmerksamkeit erregte die 36. Spielminute. Die Munich-Hooligans – nach einem Ellbogencheck für zwei Minuten in Unterzahl – erlegten die Eisbaeren sprichwörtlich und trafen in Unterzahl zur 1:4 Führung. Doch nicht einmal eine halbe Minute später konnten diese nachlegen und verwandelten die Powerplaysituation in ein wunderschönes Tor von Hajo Konrad und erzielten damit den Anschlusstreffer zum 2:4 Spielstand.

Was im letzten Drittel geschah kann man aus Eisbaeren-Sicht nur als ein kleines Wunder bezeichnen. Obwohl die spielerische Überlegenheit der Müncher klar zu erkennen war, schafften es die Berliner sich immer wieder zu befreien und Kontersituationen auszunutzen, um auf das Münchner Tor zu schießen.  Auf der Gegenseite muss man heute dem EHC Torhüter Kenneth Raben ein großes Kompliment aussprechen, der entgegen seiner Leistung am ersten Spieltag heute viele brandgefährliche Situationen vereitelte und so den Rückstand auf ein Minimum reduzierte. Ungefähr 6 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit geschah dann Unglaubliches. Svend Seyer traf nach einem tollen Pass von Wojciech Szyba zum 3:4 Anschlusstreffer. Das war ein Motivationsschub und keine Minute später war es Neuzugang Rareş Apachiţei, der den Ausgleich erzielte. Plötzlich war das Spiel wieder völlig offen und auf beiden Trainerbänken machten sich verwunderte Blicke breit. Die letzten vier Minuten liefen herunter, ohne dass eines der Teams noch einen Torerfolg verbuchen konnte und so ging dieses spannende Spiel in die Verlängerung.

Die Eisbaeren konnten in der vierten Spielzeit das Spielgeschehen deutlich besser kontrollieren und so führte schlussendlich ein Konter nach einer überragenden Verteidigungsleistung von Mirko Metz zum Torerfolg von Micha Wagner, der in der 63. Minute das 5:4 erzielte und damit den Krimi auf dem Eis beendete.

Die gesamte Spielzusammenfassung kann hier nachgelesen werden.

Die Situation nach dem Spiel

Bei der anschließenden Pressekonferenz ließ Eisbaeren-Manager David R. keinen Zweifel an seiner Verwunderung über den Spielausgang. Man sei ebenso überrascht wie aber auch erfreut über den unerwarteten Ausgang dieses Spiels und nehme die zwei Punkte selbstverständlich gern in die Liga mit. Der EHC Manager stellte aber auch klar, dass der Sieg das Ergebnis von Kampf und nicht unbedingt überragender Technik sei. Die Müncher waren den Berlinern heute spielerisch überlegen und am Ende war es ein überragender Kenneth Raben, der aus Sicht der Eisbaeren Schlimmeres verhinderte. Dass die Kontersituationen dann so gut genutzt werden konnten, sei erfreulich. Münchens Manager jaman99 gratulierte den Berlinern zu ihrem Erfolg: „Glückwunsch an EHC Eisbaeren Berlin. Es war ein sehr knappes Spiel, aber dazu muss ich auch sagen, dass ich zufrieden mit meinem Team bin. Es sind neue Spieler gekommen und sie konnten noch nicht so viel miteinander tranieren.“

Insgesamt ist die Punkteverteilung auf Grund der Verlängerung definitiv gerechtfertigt. Die Berliner schieben sich vorbei an den Münchern auf den fünften Platz in der Tabelle, während man in München die Tabellenführung abgeben muss und nun direkt hinter dem EHC auf dem 6. Platz rangiert.

Der 2. Spieltag (Liga V.4) im Überblick

Heimteam Gastteam Endstand Zuschauer
Deutschland Füchse (13) Deutschland African Dreamteam (14) 2:3 487
Deutschland Hamburg Storm (20) Deutschland Wild Jokerz Neuenhagen (3) 2:11 400
Deutschland EHC Eisbaeren Berlin (9) Deutschland Munich-Hooligans (1) 5:4 OT 489
Deutschland Licher Sharks (16) Deutschland Adler Potsdam (12) 1:15 322
Deutschland Esc Moskitos (2) Deutschland Andrijevci Guns (4) 4:6 1550
Deutschland Kwik-E-Mart Gougers (11) Deutschland Fishtown Bremervörde (19) 6:3 447
Deutschland Diekholzen Wild Pigs (17) Deutschland Red Devils Erfurt (10) 5:2 446
Deutschland Eisbäre Alfter (15) Deutschland SpVgg Schnuffelpuff (5) 0:7 400
Deutschland ossis six (6) Deutschland Berlin Predators (7) 3:6 400
Deutschland Kringel Kratzer (8) Deutschland EHC Bodycheck (18) 3:7 365

 

Pos Team GP W OTW OTL L Pts GF:GA GD Neueste Spiele
1 2 2 0 0 0 6 22:3 +19
2 Deutschland SpVgg Schnuffelpuff 2 2 0 0 0 6 14:0 +14
3 Deutschland Andrijevci Guns 2 2 0 0 0 6 16:7 +9
4 Deutschland Berlin Predators 2 2 0 0 0 6 13:4 +9
5 Deutschland EHC Eisbaeren Berlin 2 1 1 0 0 5 14:9 +5
6 Deutschland Munich-Hooligans 2 1 0 1 0 4 17:6 +11
7 Deutschland Adler Potsdam 2 1 0 0 1 3 20:10 +10
8 Deutschland Esc Moskitos 2 1 0 0 1 3 16:7 +9
9 Deutschland ossis six 2 1 0 0 1 3 12:9 +3
10 Deutschland Kringel Kratzer 2 1 0 0 1 3 11:10 +1
11 Deutschland Kwik-E-Mart Gougers 2 1 0 0 1 3 8:7 +1
12 Deutschland Red Devils Erfurt 2 1 0 0 1 3 6:7 -1
13 Deutschland Diekholzen Wild Pigs 2 1 0 0 1 3 5:9 -4
14 Deutschland African Dreamteam 2 1 0 0 1 3 6:11 -5
15 Deutschland EHC Bodycheck 2 1 0 0 1 3 8:14 -6
16 Deutschland Füchse 2 0 0 0 2 0 5:11 -6
17 Deutschland Eisbäre Alfter 2 0 0 0 2 0 1:14 -13
18 Deutschland Fishtown Bremervörde 2 0 0 0 2 0 4:18 -14
19 Deutschland Licher Sharks 2 0 0 0 2 0 4:25 -21
20 Deutschland Hamburg Storm 2 0 0 0 2 0 3:24 -21

 

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